Technische Indikatoren - signal4friends.de

Einführung technische Indikatoren

Ein technischer Indikator wird zur Analyse von Kursverläufen von Wertpapieren genutzt (Chartanalyse). Technische Indikatoren werden genutzt, um aus Preis- bzw. Volumendaten oder beidem Einstiegssignale (Kaufsignale) oder Ausstiegssignale (Verkaufssignale) zu generieren. Ein Großteil der heute üblichen Indikatoren in Chartanalyse-Systemen beruht auf Preisdaten in bestimmten Zeitspannen (z.B. Minuten, Stunden, Tage, Wochen). Die verfügbaren Preisdaten sind in der Regel in einer Zeitspanne der Eröffnungskurs, der Höchstkurs, der Tiefstkurs sowie der Schlusskurs (siehe auch Beschreibung Tageskerzen). Teilweise sind auch Volumendaten verfügbar, die zusätzlich genutzt werden können, um die Qualität von Signalen zu verbessern.

Neben den drei verschiedenen Arten von technischen Indikatoren gibt es bei der technischen Analyse natürlich noch weitere traditionelle Methoden wie u.a. das Bestimmen oder Zeichnen von

·       Trendlinien bzw. Trendkanälen

·       Widerstandslinien

·       Unterstützungslinien

·       Formationen

zur Verfügung.

Im Wesentlichen wird zwischen folgenden verschiedenen technischen Indikatoren unterschieden:

·       Trendfolgende Indikatoren
Wertpapiere weisen häufig Trends auf, d.h. über einen betrachteten Zeitraum steigen oder fallen die Kurse. Trendlose Phasen sind Zeiträume, in denen die Kurse relativ stabil um einen konstanten Wert schwanken. Häufig kann erst im Nachhinein festgestellt werden, ob ein Trend vorgelegen hat oder nicht. Trendfolgeindikatoren sollen zeigen, ob sich ein Wertpapier gerade im Aufwärts- oder Abwärtstrend in einem gewählten Zeitraum befindet. In der Literatur wird darauf hingewiesen, dass trendfolgende Indikatoren häufige Fehlsignale liefern in trendlosen Phasen bzw. sogenannten Seitwärtsphasen. Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass sich Kursmuster im Vergleich zu früher, als viele der genannten und heute noch in Charttools verwendeten Indikatoren entwickelt wurden, stark verändert haben. Insofern sollten Indikatoren vor Ihrer Verwendung an Kursdaten in der Vergangenheit geprüft werden, die relativ aktuell sind, wobei dabei noch der vorherrschende Trend zu berücksichtigen ist.

Zu den Trendfolgeindikatoren gehören beispielhaft unter anderem folgende technische Indikatoren.

o   SMA (Simple Moving Average) einfach gleitender Durchschnitt

o   EMA (Exponentiell Moving Average) exponentiell gleitender Durchschnitt

o   MACD (Moving Average Convergence Divergence) - Indikator für das Zusammen-bzw. Auseinanderlaufen von gleitenden Durchschnitten

o   Momentum

·       Oszillatoren

Technische Indikatoren werden als Oszillatoren bezeichnet, wenn Sie zwischen zwei Werten hin und her pendeln, z.B. zwischen 0 und 100. Wenn sich Oszillatoren in ihrem oberen oder unteren Wertebereich befinden und ihre Laufrichtung wechseln, so kann dieser Wendepunkt ein Signal darstellen. Signale werden aber auch generiert, wenn ein Oszillator bestimmte Werte überschreitet oder unterschreitet. Im Zusammenhang mit Oszillatoren wird auch von überkauften und überverkauften Märkten gesprochen. Überkaufte Märkte neigen dazu, dass der Kurs möglicherweise bald wieder fällt; überverkaufte Märkte neigen dazu, dass der Kurs möglicherweise in naher Zukunft wieder steigt. Laut Literatur werden Oszillatoren in trendlosen Seitwärtsphasen genutzt, in trendstarken Phasen erhöht sich die Gefahr von Fehlsignalen.

Zu den Oszillatoren gehören beispielhaft unter anderem folgende technische Indikatoren.

Streng genommen sind MACD und Momentum auch Oszillatoren, da beide Werte um eine Nulllinie schwingen, es gibt aber keine exakten Grenzen, in denes sich diese beiden Indikatoren bewegen im Vergleich zum RSI oder zur Stochastik.

o   RSI (Relative Strength Index) relativer Stärke Index von W.Wilder

o   Stochastik von Lane (Hinweis. Es gibt zwei Arten von Stochastik, die Fast-Stochastik und die Slowstochastik)

·       Andere Indikatoren

Es gibt weitere technische Indikatoren, die weder den trendfolgenden Indikatoren noch den Oszillatoren zugeordnet werden können. Dazu gehören beispielsweise die

o   Bollinger Bänder